18 August 2019

Arbeiten in der Pflege kennt kein Alter

Zu alt, um eine Ausbildung in der Pflege zu starten? Unser Mitarbeiter Wolfram Schoeben beweist, dass es nie zu spät für eine Lehre zum Altenpfleger ist.


Jeden Tag, wenn Wolfram durch die Flure des Seniorenheims „Zentrum für Betreuung und Pflege am Eifelsteig Landscheid“ läuft, überkommt ihn ein großes Gefühl der Freude. Der 51-jährige hat sich vor rund einem Jahr für eine Ausbildung in der Pflege entschieden.

Zuvor war der Familienvater jahrelang im Management eines Produktionsbetriebs tätig. Erfüllt hat ihn dieser Beruf aber nie vollständig. „Am Ende des Tages weißt du zwar wie viele Produkte du hergestellt hast, aber mehr auch nicht. Im Pflegeheim bekomme ich jeden Tag für meine Arbeit etwas zurück. Ein Lächeln, ein paar nette Worte oder einfach nur einen Händedruck. Das ist die wahre Bestätigung, dass man alles richtig gemacht hat“, so Wolfgang über seinen Job.

Wolfgang Schoeben ist Auszubildender im KORIAN-Heim "Zentrum für Betreuung und Pflege am Eifelsteig in Landscheid"
Ein dankbares Lächeln der Bewohner ist genau das, was Auszubildenden Wolfgang Schoeben jeden Tag bei seiner Arbeit Freude bereitet.

In ein paar Jahren sieht sich Wolfram zwar wieder in einer leitenden Position, diesmal aber in der Pflege, denn der engagierte Pfleger möchte „definitiv etwas bewegen“.
Schon sein ganzes Leben lang hat ihn das Thema Pflege begleitet, denn in der Eifel wächst man damit auf, dass die Ältesten der Familie bis zu ihrem Ableben versorgt und betreut werden. So hat der 51-jährige schon im Kindesalter gelernt mit dem Tod umzugehen.

Nicht nur die Arbeit mit den Bewohnern im Landscheider Seniorenheim motiviert Wolfram tagtäglich. Auch die hilfsbereiten Kollegen und die enge Zusammenarbeit im Team sind für ihn ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitsalltags. „Wir sind immer für einander da, sobald jemand von uns Hilfe benötigt. Außerdem unterstützen wir uns gegenseitig dabei, unser Pflegefachwissen stets zu erweitern – das ist nicht selbstverständlich.“

Selbst nach einem emotionalen und anstrengenden Arbeitstag bereut Wolfram seinen späten Einstieg in der Pflege nicht. Zuhause bei seiner kleinen Patchwork-Familie, wie er selbst sagt, findet er bei einer Tasse Kaffee und ein paar guten Worten schnell wieder neue Energie und freut sich dann erst recht auf den nächsten Tag, den er mit den Bewohnerinnen und Bewohnern im KORIAN-Heim verbringen kann.