Heimatwechsel für den Traumjob in der Altenpflege

11 Januar 2020, Menschen bei KORIAN

Für ihren Traumjob in der Altenpflege hat Indah Astuti ihr Heimatland Indonesien verlassen. Nun startet sie eine Karriere in der Pflege im Haus Rosenpark in Hemmingen.


Der niedersächsische Ort Hemmingen ist mit seinen 19.000 Einwohnern ein gemütliches und überschaubares Örtchen. Mitten in Hemmingen liegt das Seniorheim „Haus am Rosenpark“. Einrichtungsleiter Andreas Baumert beschäftigt 91 Mitarbeiter, davon 12 Azubis.

Eine davon ist Indah Astuti. Die 28-jährige verdiente bis vor zwei Jahren ihr Geld als Reiseleiterin in ihrer Heimat in Indonesien. Der Wunsch in der Altenpflege zu arbeiten war jedoch schon immer da. Als Indah nach Deutschland kam, arbeitete sie zunächst als Au-Pair-Mädchen in einer Familie mit vier Kindern.

Begeistert von ihrer neuen Heimat fand die junge Frau schon bald einen Ausbildungsplatz zur Altenpflegerin. Bevor sie im Rosenpark anfing, begann sie ihre Ausbildung bei einem anderen Träger – dort fühlte sie sich jedoch nicht richtig wohl. Durch ihre Mitschüler in der Berufsschule wurde sie auf das Seniorenheim von Andreas Baumert aufmerksam und bewarb sich sofort.

Ihre Ausbildung konnte sie problemlos weiterführen, mittlerweile befindet sie sich im 2. Lehrjahr. Danach möchte die junge Indonesierin das umfangreiche Weiterbildungsangebot der KORIAN Akademie in Anspruch nehmen und sich im Bereich des Wundmanagements weiterentwickeln. Ihr ambitioniertes Ziel: Wohnbereichsleitung.

Mitarbeiter im KORIAN-Haus Rosenpark Hemmingen
Auch mit den Kollegen versteht sich Indah gut und freut sich über die Unterstützung während ihrer Ausbildung.

„Manchmal vermisse ich meine Familie in Indonesien. Dennoch war es für mich der richtige Weg meinen alten Job an den Nagel zu hängen und nach Deutschland zu gehen“, ist sich Astuti ihrer Entscheidung sicher. Anders als in Deutschland gibt es in ihrem Heimatland keine richtigen Seniorenheime. Als Familie hält man dort zusammen und übernimmt die Pflege der Angehörigen bis zu deren Tod.

Auch Indah und ihre Eltern haben sich immer aufopferungsvoll um ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder gekümmert. „Wer die Betreuung und Versorgung seiner Angehörigen verweigert, wird in der Gesellschaft auch nicht angesehen“, so Astuti. „Aus diesem Grund wollte ich unbedingt nach Deutschland, um die Pflege von älteren Menschen zu meiner Berufung zu machen“.

Was kaum einer über die 28-jährige Azubine weiß: Indah hat noch eine andere Leidenschaft. Sie macht für ihr Leben gerne Musik. Schon als kleines Mädchen hat sie mit ihrem Papa in ihrer Heimat gemeinsam gesungen und von ihm Gitarrespielen gelernt. Ihre musikalische Ader hat sie im vergangenen Jahr bei zwei großen Casting-Shows zum Besten gegeben: Bei DSDS stand Astuti vor Dieter Bohlen und bei dem Pro7-Casting-Format „The Voice of Germany“ wurde ihr musikalisches Talent ebenfalls von einer strengen Jury bewertet.

Auch wenn Indah Astuti leider schon in den Vorrunden ausgeschieden ist, bleibt sie ihrem Hobby treu. „Für die nächste Weihnachtsfeier mit den Kollegen und Bewohner ist sie jedenfalls schon gebucht“, sagt Einrichtungsleiter Andreas Baumert mit einem Augenzwinkern.