02 November 2019

Was macht eigentlich ein Einrichtungsleiter bei KORIAN Deutschland?

Fünf Fragen an Thomas Petersen-Herbst, Einrichtungsleiter im Seniorenheim „Haus der Betreuung und Pflege Friederikenhof Flensburg“.


Herr Petersen-Herbst seit wann arbeiten Sie als Einrichtungsleitung?
Im Haus der Betreuung und Pflege Friederikenhof Flensburg bin ich seit 2013 tätig. Davor habe ich Jahre lang eine „Komplexeinrichtung“ für Pflege und Eingliederungshilfe im Kreis Segeber geleitet, sowie drei Jahre eine Einrichtung für therapieresistente Alkoholiker der Stadt Kiel.

Welche Aufgaben umfassen das Tätigkeitsgebiet einer Einrichtungsleitung?
Innerhalb der gesetzlichen Vorgaben koordiniert die Einrichtungsleitung alle Aufgaben und Maßnahmen von Struktur und Ablauforganisation über Management bis hin zu den Finanzen in einem Pflegeheim.

Welche Eigenschaften bzw. Fähigkeiten sollte man mitbringen, damit man eine Senioreneinrichtung „gut“ führen kann?
Im besten Fall: Handlungsfähigkeit, Organisationstalent, Fähigkeit zur Analyse, Entscheidungsstärke, Verantwortungsbereitschaft, Einsatzbereitschaft, Umsetzungsstärke, Initiative, Ausdauer, Urteilsvermögen, Empathie, Ausgeglichenheit, sicheres Auftreten, Konflikt – und Kritikfähigkeit, Fähigkeit zu motivieren, Durchsetzungsstärke.

Welche Weiterbildungen muss man machen, um Einrichtungsleitung zu werden? Wie wird man Einrichtungsleitung?
Leitungskräfte müssen persönlich und fachlich geeignet sein. Als Einrichtungsleitung ist man fachlich geeignet, wenn eine abgeschlossene mindestens dreijährige Ausbildung mit staatlich anerkanntem Abschluss oder ein abgeschlossenes Studium vorliegt, die oder das dazu befähigt, eine stationäre Einrichtung zu leiten. Außerdem muss mindestens eine einjährige Tätigkeit in einem Pflegeheim oder einer Behindertenhilfe vorgewiesen werden.

Außerdem wird gefordert eine Weiterbildungsmaßnahme für die Qualifikation zur Leitung einer Stationären Einrichtung zu absolvieren, die mindestens 480 Stunden umfasst.

Haben Sie Tipps für angehende Einrichtungsleiter?
Nach fast 40 Jahren Erfahrungen in der Pflege ist es wichtig für diesen Beruf und die ausgeübte Tätigkeit zu „brennen“. Eine Loyalität dem Arbeitgeber zu entwickeln und letztendlich der Tipp: „Never give up!“.