05 März 2020

Was macht eigentlich eine Einrichtungsleiterin bei KORIAN Deutschland?

Fünf Fragen an Barbara Ilchmann, Einrichtungsleiterin in der Seniorenresidenz Elisa Aschaffenburg.


Frau Ilchmann seit wann arbeiten Sie als Einrichtungsleitung?

Am 1. April werden es schon ganze 30 Jahre. Unglaublich wie die Zeit vergeht!

Welche Aufgaben umfassen das Tätigkeitsgebiet generell als Einrichtungsleitung?

In meinem Fall trage ich die Verantwortung für 160 Bewohner und 134 Mitarbeiter. Die wichtigste Aufgabe eines Einrichtungsleiters ist es stets für ein gutes Betriebsklima zu sorgen. Das kann nur gelingen, wenn man einen wertschätzenden Umgang miteinander pflegt und mit offenen Augen durch die Einrichtung geht. Aber auch der Spagat zwischen betriebswirtschaftlichem Denken mit kostenbewusstem Handeln und die Befriedigung der Bedürfnisse der Bewohner und Mitarbeiter ist eine große Herausforderung und bedarf klare Strukturen.

Welche Eigenschaften bzw. Fähigkeiten sollte man mitbringen, damit man eine Senioreneinrichtung „gut“ führen kann?

Für mich am wichtigsten: Offenheit, ein hohes Maß an Toleranz und Geduld und vor allem Empathie!

Welche Weiterbildungen muss man machen, um Einrichtungsleitung zu werden? Wie wird man Einrichtungsleitung?

Barbara Ilchmann: In Bayern braucht man eine abgeschlossene pflegerische oder kaufmännische Ausbildung und eine Zusatzqualifikation mit 952 Stunden mit der Weiterbildungsbezeichnung: „Leitung von Einrichtungen der Pflege für ältere Menschen“

Haben Sie Tipps für angehende Einrichtungsleiter?

  • Nehmen Sie jeden Bewohner ernst
  • Investieren Sie viel in die Ausbildung – die Auszubildenden sind unsere Zukunft
  • Halten Sie Ihre Tür offen und seien Sie sichtbar in der Einrichtung
  • Nehmen Sie konstruktive Kritik dankbar an
  • Gehen Sie respektvoll mit jedem um
Barbara Ilchmann, Einrichtungsleitung der Seniorenresidenz Elisa Aschaffenburg
Barbara Ilchmann, Einrichtungsleitung mit Herz